Heverbund: Kleine Kirchengeschichte

Heverbund: Kleine Kirchengeschichte

Bei der St. Martin Kirche in Osterhever, gegründet 1113, sind die romanischen Spuren der Anfangszeit des Kirchenbaues sind unverkennbar. In der romanischen Apsis wird der kostbare Schnitzaltar aufbewahrt, ein Anziehungspunkt für Menschen aus Nah und Fern.

In der Kirche beeindruckt nicht die Vielzahl der Inventarien, sondern die Schlichtheit des Kirchenraumes, deutlich markiert durch die Triumphkreuzgruppe. Der unter der Orgelempore befestigte Grabstein von 1583 lässt sehr schön die Trachten aus der einstigen kulturellen Blütezeit Eiderstedts erkennen.
Besonderheiten der Kirche: Schnitzaltar mit Detail „Christus auf der Rast“ von 1520, historischer Altarblock, Abendmahlsbänke von 1753, spätgotische Triumphkreuzgruppe.

Im ersten eingedeichten Koog Eiderstedts (987), dem Johanniskoog, liegt die St. Johannis-Kirche. In der Poppenbüller St. Johannis Kirche, gegründet um 1113, ist eine Anschauung davon vorhanden, wie kunstvoll Gemeindegestühl in alter Zeit gearbeitet wurde. Hier sind Gestühlsteile aus den Jahre 1598 – 1650 erhalten.
Einzigartig ist die bronzene Taufe. Figuren der vier Evangelisten tragen sie, und auf der Wandung der Taufe stehen die 12 Apostel Pate. Der Künstler: Melchior Lucas. Das Epitaph zeigt das älteste erhaltene Bildnis eines Eiderstedter Pastors: Pastor Gentzel. Die Kanzel ist dem Eiderstedter Schema nachgebildet, und der Altar hat sein Double in der Welter Kirche.
Beeindruckend bleibt für Besucher die Geschlossenheit des Kirchenraumes, an dessen Äußerem man bis heute die romanische und gotische Bauepoche ablesen kann.

Unweit des Außendeiches und der markanten Leuchtturminsel bei Westerhever liegt auf hoher Warft und umgeben von einigen alten Haubargen die Kirche St. Stephanus, gegründet um 1200 (Turm 1370, Neubau des Kirchenschiffes 1804). Man sieht ihr von außen an, dass das Kirchenschiff sehr viel jünger als der Turm ist. Dieser ist der älteste der Landschaft.

Die Lage der Kirche vermittelt am stärksten unter den Eiderstedter Kirchen den Charakter der Halligwelt. Ihr Inneres birgt den ältesten Taufstein Eiderstedts und damit den Kronzeugen für die jahrhundertealte Geschichte der Christen in diesem Land. Das Altarbild stellt die „Heilige Familie“ dar. Es ist die Kopie eines Bildes von Jan van Dyck, gefertigt von Prof. Jacob Alberts, der als der „Entdecker“ der Halligwelt gilt, weil er diese zur Vorlage zahlreicher Gemälde gemacht hat. Sein Grabstein befindet sich auf der Südseite der Kirche.

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