Tönning/Kating/Kotzenbüll: Kleine Kirchengeschichte

Tönning/Kating/Kotzenbüll: Kleine Kirchengeschichte

Tönning bildet mit den früher selbständigen Kirchengemeinden KotzenbülI und Kating eine Gemeinde. In Tönning wohnen 5100 Menschen, von denen mehr als 4000 zur Gemeinde gehören. In der Gemeinde arbeiten zwei Pastoren, ein Kirchenmusiker, ein Friedhofsverwalter, ein Küster und in einem eingeschränkten Dienstverhältnis, eine Sekretärin.
Das Gemeindeleben: mancherlei Akzente in vielfältigen Gottesdiensten, ausführlicher Konfirmandenarbeit und gut besuchten Veranstaltungen. Eine lebendige kirchenmusikalische Arbeit ist einer der Schwerpunkte in der Gemeinde. Dazu gehören regelmäßige Aufführungen der Kantorei und des Propsteikantatenchors genauso wie aufwendige Inszenierungen von Singspielen oder Musicals durch die beiden Kinderchöre. Der Gospelchor „Get on board“ geht sogar „on tour“.

Unübersehbar prägt der 64 Meter hohe Turm der St. Laurentius-Kirche das Bild unser kleinen Stadt an der Eider. St. Laurentius liegt direkt am Marktplatz, mitten im 0rt. Seit 1180 gibt es diesen eindrucksvollen Kirchbau, der mit seinem barocken Innenraum ein besonderes Schmuckstück unter den Eiderstedter Kirchen ist. Das ausgemalte Tonnengewölbe, die drei großen Epitaphe an der Nordwand, Altar, Taufstein, Kanzel und der interessante Lettner mit Empore und Lettnerorgel lohnen einen Besuch.

Kating ist ein kleines Dorf im Südosten der Halbinsel Eiderstedt, dicht am Naherholungsgebiet Katinger Watt und am Eidersperrwerk. Hier wohnen nur ungefähr 300 Menschen, von denen 264 zur Kirchengemeinde gehören. In den Sommermonaten hat Kating viele Gäste. Heute ist Kating Teil der Gemeinden Tönning / Kating / Kotzenbüll.

Um das Jahr 1200 wurde die St. Laurentius-Kirche auf einer kleinen Warft gebaut. Der harmonische Kirchraum mit sehenswertem Altar und Kreuzbalken ist nach Absprache zur Besichtigung geöffnet, in den Sommermonaten an einem Tag in der Woche regelmäßig. Die Abbildlung zeigt einen der Schätze der Kirche, den Abendmahlskelch von ungefähr 1300.

Die ältesten Kirchentüren Schleswig-Holsteins warten darauf, von Ihnen durchschritten zu werden. So entdecken Sie die Schönheit, den Charme und die großzügige Weite der St. Nikolaikirche in Kotzenbüll, die man in so einem kleinen Dorf nicht erwarten würde.

In seiner jetzigen Gestalt geht das Gebäude auf das Jahr 1495 zurück, der Taufstein als ältestes Stück kam wohl noch vor 1300 nach KotzenbülI. Die Abbildung zeigt die Kanzel aus dem späten 16. Jahrhundert. Auch das reetgedeckte, denkmalgeschützte Küsterhaus gegenüber der Kirchwarft, das uns nun als Gemeindehaus und Café dient, lohnt einen Blick.

Unsere beiden schönen alten Bauwerke sind aber mehr als Museen oder touristische Schmuckstücke – sie sind die Orte, wo die Gemeinde lebt, singt, betet, Gott die Ehre gibt, sich trifft… Wir feiern in unserer Kirche Gottesdienst, mal auch Familiengottesdienste, mal auch plattdeutsche Gottesdienste. Wie seit Jahrhunderten werden hier die Kotzenbüller Kinder getauft, werden die Kotzenbüller hier konfirmiert, heiraten sie hier und werden von hier zu ihrer letzten Ruhestätte auf den Friedhof rund um die Kirche geleitet.

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